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Hamburg - Sein Grinsen ist so breit wie der Ozean, sein "sch" kommt so weich wie Butter. Der hessische Komiker Martin Schneider hat sich über Jahre seine überregionale Popularität mit CDs in breiter, überbetonter Mundart wie "Aschebeschär", "Sischär is sichär" und "Hauptsach, erodisch!" erspielt. Doch eine Trophäe fehlte dem gebürtigen Bad Homburger bisher in seiner Biografie: eine eigene Fernsehsendung. Diesen Gefallen hat ihm nun Sat.1 getan. Von diesem Sonntag (19.15 Uhr) an sendet Sat.1 an vier Wochenenden hintereinander vier Doppelfolgen der Comedyserie "Maddin in Love" mit Hauptdarsteller Martin ("Maddin") Schneider.
Maddin arbeitet als Tierpfleger in einem kleinen Zoo - irgendwo in der
Provinz. Tiere sind sein Leben. Er weiß alles über sie, redet mit
ihnen, verbringt auch seine Freizeit am liebsten in ihrer Gesellschaft
und hält die zumeist vierbeinigen Wesen insgesamt für die besseren
Menschen. Umso tragischer, dass sein Arbeitsplatz extrem gefährdet ist,
denn wegen Besuchermangels droht dem kleinen Tierpark die Schließung.
Die Rettung naht in Form von Onkel Rüdiger (Heinz Schenk), der nach
seinem plötzlichen Ableben Maddin ein Millionenerbe hinterlässt, jedoch
unter einer Bedingung: Maddin muss innerhalb eines Monats heiraten.
Isabell (Nike Fuhrmann), die Tochter des Tierparkchefs, gibt Maddin
einen Crashkurs, um ihn aufs Eheglück vorzubereiten und entdeckt ihre
Liebe zum Tierpfleger.
Diese komödiantische Romanze ließ sich Martin Schneider vom
Berufskollegen Oliver Welke auf den Leib schreiben. Für den hessischen
Einschlag - in der Welkeschen Vorlage nicht vorhanden -sorgte Schneider
selbst. Warum jetzt erst ein eigenes Format? "Zu früh eine eigene
Sendung zu übernehmen, ist ungesund", sagt Schneider, der um sein Alter
ein Geheimnis macht und auch nicht bestätigen mag, Jahrgang 1964 zu
sein, weil er die Figur des Maddin davor schützen möchte, "altersmäßig
festgelegt zu werden. Ich habe mir auch keinen 30-Stufen-Plan für mein
Leben zurecht gelegt, keine Karriere mit Kalkül bei mir." Den Traum,
später einmal Komiker zu werden, hatte Schneider indes schon, als er
"ein kleiner Bub" war.
1990 stand "Maddin" mit seinem eigenen Programm erstmals auf der Bühne:
"Gell, Sie sind spirituell?", hieß es damals. Seit 1992 trat er
regelmäßig im "Quatsch Comedy Club" bei ProSieben auf. Schneider
spielte in 40 Folgen der "Comedy Factory", war der gute Freund von
Cordula Stratmann in der Sat.1-Comedy "Schillerstraße" und gehörte zu
Ottos Partnern im Kinofilm "7 Zwerge - Männer allein im Wald" und in
der Fortsetzung "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug". Die Figur des
"Maddin", erklärt Schneider, sei "ein Konzentrat aus verschiedenen
Eigenschaften des M. Schneider, gewürzt mit Zutaten aus anderen Figuren
oder Menschen, die mich beeinflusst haben". Die genaue Zusammensetzung
und das Mischungsverhältnis blieben geheim.
Wie in der Sat.1-Serie ist Schneider auch im Privatleben ein
"Rundum-Single". Er überlegt sich dennoch, dem bald ein Ende zu
bereiten und sich einen neuen Hund anzuschaffen. (dpa)
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